Digitale Transformation bleibt Kraftakt für Unternehmen

Immerhin 76,5 Prozent der Unternehmen hierzulande bewerten ihren eigenen Digitalisierungsstand als sehr gut, gut oder befriedigend – das verbleibende Viertel sieht die eigene Lage noch unterdurchschnittlich. Das zeigt die Anfang Februar veröffentlichte Digitalisierungsumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

„Im Schnitt reicht es zwar nur für die Schulnote drei, aber wir sehen einen Zug nach oben", kommentiert Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung, das Ergebnis der Umfrage. An der Erhebung, die die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation im Unternehmen abfragt, nahmen Ende 2023 mehr als 4.000 Betriebe teil. Bei den Motiven für die Digitalisierung gaben die Unternehmen vor allem an, die Flexibilisierung der Arbeit (68 Prozent), die Qualitätsverbesserung (67 Prozent) oder die Kosteneinsparung (63 Prozent) im Blick zu haben. Langfristige Entwicklungen und Innovationen (37 Prozent) sind hingegen bei der Motivation für die Digitalisierung noch weniger im Fokus.

KI-Anwendungen bekommen neuen Stellenwert

Große Chancen sehen die Befragten dann auch in Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI). Der Anteil der Unternehmen, die KI oder Machine Learning einsetzen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt (von 13,8 auf 26,8 Prozent). Ein weiteres Drittel plant den Einsatz von KI für die Zukunft. Das ist ein Anstieg um signifikante 24 Prozentpunkte. Ilja Nothnagel sieht darin „ein Zukunftsthema für Deutschland, das große Chancen bietet und das wir noch mehr ins Blickfeld nehmen sollten". Dafür sei aber auch die entsprechende Infrastruktur erforderlich: „Der Datenstrom wächst stetig weiter. Daher werden die Anforderungen an den Breitbandausbau eher größer als geringer werden. Umso wichtiger ist es, dass die Infrastruktur entsprechend Schritt hält.“

Im Auge behalten müssen die Unternehmen auch die Gefahr durch die stetig wachsende Cyberkriminalität (siehe auch Sonderauswertung zur Cybersicherheit).

Zeit, Komplexität und Kosten setzen Grenzen

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass der digitale Transformationsprozess für die Unternehmen weiterhin ein Kraftakt ist und aufgrund von Zeit-, Komplexitäts- sowie Kostengründen an Grenzen stößt. Gerade von der Politik wünschen sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer daher klarere Regelungen.

Einen Überblick über die Ergebnisse der Erhebung finden Sie auf der Webseite der DIHK.

Auszug aus Mitteilung der DIHK vom 01.02,2024

VORGEMERKT

Roadshow in Pritzwalk

„KI verständlich – Potenziale von ChatGPT & Co. für unsere Arbeitswelt" darum wird es am 13. März 2024 ab 17 Uhr in der Museumsfabrik Pritzwalk gehen. Sie erwartet ein erfahrungsorientierter Austausch mit Experten aus der Wissenschaft und Praxis. Vor Ort sein wird auch die Mobile Digitale Fabrik des Zentrums Spreeland. Dort können Sie digitale und KI-basierte Lösungen im produzierenden Gewerbe erleben und ausprobieren.

 
Foto: Pixabay

Brandenburger KI-Tag

Am 26. und 27. Juni wird in Frankfurt (Oder) der Brandenburger KI-Tag 2024 stattfinden. Die Zentrale Anlaufstelle KI in Brandenburg (ZAKI) arbeitet derzeit an der Agenda der Fachveranstaltung. Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald die inhaltlichen Schwerpunkte feststehen.

Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland
c/o Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg
Siemens-Halske-Ring 14 | Lehrgebäude 3A
03046 Cottbus

 

Ansprechpartner:
Randolf Schmitt

Tel.: +49 (0) 355 69 5171
E-Mail: randolf.schmitt@b-tu.de