Googles Gemini: Der nächste große Wurf in der Künstlichen Intelligenz?

In der sich ständig weiterentwickelnden Welt der künstlichen Intelligenz stellt Gemini 1.0 einen bemerkenswerten Fortschritt dar. Dieser Blogbeitrag bietet einen sachlichen Überblick über die Funktionen und Merkmale von Gemini, einer KI-Plattform, die speziell für die Verarbeitung und Analyse multimodaler Daten konzipiert wurde.

Multimodalität als Grundkonzept

Gemini unterscheidet sich von traditionellen KI-Modellen durch seinen multimodalen Ansatz. Es wurde entwickelt, um verschiedene Arten von Informationen wie Text, Code, Audio, Bilder und Video zu verarbeiten. Im Gegensatz zu älteren Ansätzen, die separate Modelle für unterschiedliche Datenarten nutzen, integriert Gemini diese Modalitäten von Anfang an in einem einzigen Modell, was zu einer effizienteren Verarbeitung und Analyse führt.

Drei Varianten von Gemini

  • Gemini Ultra: Dies ist die größte und leistungsfähigste Version von Gemini, optimiert für komplexe Aufgaben.
  • Gemini Pro: Eine vielseitige Version, die für ein breites Spektrum an Anwendungen geeignet ist.
  • Gemini Nano: Ein effizienteres Modell, entworfen für Aufgaben, die direkt auf dem Gerät ausgeführt werden.

Fortschritte in der multimodalen Modellierung

Gemini repräsentiert einen Fortschritt gegenüber bisherigen multimodalen Modellen. Durch das Training auf verschiedenen Modalitäten und die anschließende Ergänzung mit zusätzlichen multimodalen Daten hat Gemini die Fähigkeit, eine breite Palette von Eingaben effizienter zu verarbeiten. Diese verbesserte Verarbeitungsfähigkeit positioniert Gemini an der Spitze der aktuellen Technologie in vielen Bereichen.

Leistungsbeurteilung und Benchmarks

Gemini Ultra hat in Tests gezeigt, dass es den aktuellen Stand der Technik in 30 von 32 verbreiteten akademischen Benchmarks für große Sprachmodelle (LLMs) übertrifft. Besonders hervorzuheben ist seine Leistung beim MMLU-Benchmark, bei dem es menschliche Experten übertraf. Dieser Benchmark testet Allgemeinwissen und Problemlösungsfähigkeiten in einer Vielzahl von Disziplinen.

Eine Übersicht über die Bedeutung der einzelnen Benchmarks finden Sie in unserem Blogbeitrag „Generative KI: Multimodalität und Vergleichskriterien von KI-Modellen“.

MMMU-Benchmark und Bildanalyse

Gemini Ultra erreichte auch einen hohen Wert beim MMMU-Benchmark, der multimodale Aufgaben aus verschiedenen Bereichen umfasst. Bei Bildanalyse-Benchmarks zeigte Gemini Ultra eine überlegene Leistung im Vergleich zu früheren Modellen, auch ohne die Unterstützung von OCR-Systemen.

Anwendungen und Potenzial

Die fortschrittlichen Fähigkeiten von Gemini in der Analyse multimodaler Daten könnten in vielen Bereichen von Wissenschaft bis Finanzwesen nützlich sein. Es kann komplexe schriftliche und visuelle Informationen verarbeiten und Zusammenhänge in großen Datenmengen aufdecken.

Text-, Bild- und Audioanalyse

Gemini ist darauf trainiert, Text, Bilder, Audio und andere Elemente gleichzeitig zu erkennen und zu analysieren, was es besonders geeignet für komplexe Themen macht. 

Fortgeschrittene Programmiertechniken

Gemini kann hochwertigen Code in verschiedenen Programmiersprachen analysieren, erklären und generieren. Seine Fähigkeit, sprachübergreifend zu arbeiten, macht es zu einem führenden Modell in der Programmierung.

Gemini vs. GPT-4(V): Der Vergleich

Der Vergleich zwischen Googles Gemini und OpenAIs GPT-4 bzw. GPT-4V basierend auf verschiedenen Benchmarks zeigt interessante Unterschiede und Ähnlichkeiten in ihren jeweiligen Fähigkeiten.

Bei der Bewertung von Textfähigkeiten, wie beispielsweise allgemeinem Wissen, logischem Denken, Mathematik und Programmierung, zeigt sich, dass Gemini und GPT-4 in vielen Bereichen eng beieinanderliegen, wobei Gemini in einigen Kategorien leicht führt. Dies deutet auf eine starke Konkurrenzfähigkeit in der Textverarbeitung und Problemlösung hin.

In Bezug auf Multimodalität, also der Fähigkeit, mit Bildern, Videos und Audio umzugehen, präsentieren sich beide Modelle ebenfalls als kompetent, wobei es auch hier leichte Unterschiede gibt. Gemini scheint in einigen Bild- und Video-bezogenen Benchmarks besser abzuschneiden, während GPT-4V in anderen Bereichen, wie dem Umgang mit Audio, Vorteile zeigt. Dies weist darauf hin, dass beide Modelle spezifische Stärken in der Verarbeitung verschiedener Medienformate haben.

Eine Übersicht über die Bedeutung der einzelnen Benchmarks finden Sie in unserem Blogbeitrag „Generative KI: Multimodalität und Vergleichskriterien von KI-Modellen“.

Fazit

Insgesamt stellt Gemini einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz dar, insbesondere in der Verarbeitung und Analyse multimodaler Daten. Ob es der nächste große Wurf in diesem Bereich wird, werden die kommenden Monate zeigen. Im Moment ist der Zugriff nur in 170 ausgewählten Ländern und ausschließlich auf Englisch verfügbar. Deutschland und die gesamte EU sind von dieser Einführung ausgeschlossen, was bedeutet, dass Nutzer in diesen Regionen momentan einen VPN benötigen, um auf das neue Bard mit Gemini zugreifen zu können.


Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Es kam ChatGPT-4 zum Einsatz. Es wurden die folgenden Hilfestellungen in Anspruch genommen: Textzusammenfassung, Übersetzung, Informationsextraktion, Formulierungshilfen, OCR, Erstellung der Tabellen mittels LaTeX. Alle Texte durchlaufen einen Qualitätscheck durch unsere KI-Experten, sodass die Korrektheit der KI-generierten Informationen gründlich überprüft wurde.

Quellen: 

https://blog.google/intl/de-de/unternehmen/technologie/gemini/ (letzter Abruf: 15.12.2023)

https://www.heise.de/news/Googles-Bard-Schlauer-dank-Gemini-aber-nicht-in-Deutschland-9569454.html (letzter Abruf: 15.12.2023)

Dr. Sascha Vökler

Dr. Sascha Vökler

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